Der Bergtempel Shosanji

die größte Herausforderung bislang...


Nach dem der Bergtempel erst nicht passierbar waren da aufgrund des Unwetter in Shikoku der Weg und Teile der Verbindungsbrücke beschädigt wurden wagte ich mich, nach einer kleinen Planänderung mit dem Besuch von Tempel 13 und 14,  nochmals an Tempel 12, Shosanji. 

Der Aufstieg war sehr anstrengend. Ein steiler Weg mit matschigem Boden und ungleichmäßigen Stufen die in den Felsen geschlagen wurden.

An der Spitze des Fujidera angekommen durfte ich feststellen das dies noch nicht das Ziel war und es nochmals den Berg hinunter ging um dann erneut einen Aufstieg zu machen. Mit dem schweren Gepäck sowie geschätzten 3kg an Orangen die ich von de Einheimischen geschenkt bekommen habe dachte ich nicht nur einmal: "Vielleicht sollte ich nun besser umkehren". Doch der Ergeiz war höher als die Belastung des Rückens und den schmerzenden Beinen und ich schaffte es tatsächlich nach ca. 7 Stunden rauf und runter, in denen ich keiner Menschenseele begegnete, den Bergtempel Shosanji zu erreichen.

Das Gefühl war unbeschreiblich. Diese Hürde gepackt zu haben erfüllte mich mit Stolz, ist dieser Teil des Weges bei den Pilgern "gefürchtet" und wird als die wahre Prüfung des Einzelnen angesehen. Auch erwartete ich nach den Strapazen des Aufstiegs einen prunkvollen Tempel der diesen harten Weg rechtfertigt. Doch zu meinem erstaunen fand den bis jetzt kleinsten und unscheinbarsten Tempel vor welcher aber eine ganz eigene Energie versprühte. Atemberaubend!

 

Als es wieder Richtung Unterkunft ging waren die Schmerzen in den Beinen wie weggeblasen und der Rucksack fühlte sich leichter an als je zuvor.

Dies war bis jetzt meine eindrücklichste Erfahrung und zeigte mir das sich Grenzen immer wieder neu definieren lassen und das es hinter dem "Vielleicht" manchmal viel leichter geht.

 

Shosanji ich werde immer an dich denken sollte ich einmal das Gefühl haben in einer Situation zu sein in der es nicht mehr vorwärts geht....

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Kommentare: 4
  • #1

    Astrid (Montag, 27 Februar 2017 06:46)

    Mit neugier und Interesse verfolge ich deine Reiseberichte. Voll cool das wir auf diese weise deinen Weg mitverfolgen können . Für all deine weiteren Herausforderungen wünsch ich dir viel Glück und Selbstvertrauen. Du schaffst es, trotz rücken und Fußbeschwerden. Toi Toi Toi

  • #2

    traudl (Montag, 27 Februar 2017 17:07)

    he grossa wio fröüod üs meor mit deor und föor die i feands prima das du soviel erleaboscht und die übor arreichts fröüo kascht mach so witor lieoba gruoss opa und oma

  • #3

    Mutti (Montag, 27 Februar 2017 21:57)

    Wieder was geschafft . Das du stolz bist ist klar , das darfst du auch sein . Nun verrate ich dir was : ich bin auch stolz auf dich ! Aber das war ich immer,da musst du nicht bis nach Japan fliegen . wo immer die Reise hingeht , ich begleite dich . Nicht erschrecken , fliege dir nicht nach , mache es gedanklich .

  • #4

    traudl (Dienstag, 28 Februar 2017 09:34)

    bi üs schnit as hüt ihoff das bi deor sunno schint am beschto bis is herz söt das dor fal sin schick üs a bitzle
    im voarus danke