Der Tempel der Heilung

und das beste Abendessen seit ich auf der Insel bin.


Nach dem Marsch vom zweiten Tag über rund 23 km erreichte ich nun doch etwas kraftlos Tempel Nummer 6, Jurakuji und entschloss hier eine Pause einzulegen. Als erstes gönnte ich mir ein klassisch japanisches Abendessen in der Unterkunft des Tempels. Die Mahlzeit umfasste eine große Schüssel Reis, dazu eine Art Lauchsuppe mit Rindfleisch, gebackene Scampi, gebackener Seetang, einiges an frischem Gemüse welches sich für mich nicht so ganz zu ordnen lies aber lecker schmeckte, eine kleine Scheibe roher Thunfisch angerichtet mit Zitronengras und Sesamöl und eine Portion von dem in Japan sehr beliebten Krautsalat, der auch gerne mal zum Frühstück gegessen wird. Das Essen war einfach... hmmm... wie soll ich sagen.... einfach: GEIL!

Mit vollem Magen und zurückgewonnen Kräften durfte ich dann an einer buddhistischen Zeremonie im Tempel teilnehmen. Jurakuji gilt als Tempel der Heilung, so wurde bei der Zeremonie Augenmerk auf die Gesundheit und damit verbundene Wünsche des Einzelnen gelegt. Erst wurden in einem großen Saal schwimmende Kerzen auf ein kleines Flüsschen gelegt und dabei sprach der buddhistische Priester verschieden Sutras. Anschließend wurden die Namen von verstorbenen Verwandten und Freunden auf ein Osamefunda (buddh. Wunschzettel) aufgeschrieben, an einen Bambuszweig gebunden und dieser wiederum in ein Fleckchen Erde entlang des kleinen Flüsschens gesteckt. Nun wurden wieder verschiedene Sutras gesprochen, bis die schwimmenden Kerzen die Zweige passierten. Dies soll Zufriedenheit für die Seelen der Verstorbenen hervor rufen. Anschließend ging es weiter in einen anderen Tempelsaal, komplett abgedunkelt mit einer kleinen Feuerstelle in der Mitte. Hier wurden zuvor aufgeschriebene Wünsche in das Feuer geworfen um sie so an Buddha zu übergeben. Im letzten Saal befand sich eine riesige goldige Buddha-Statue die berührt werden konnte um Heilenden Kräfte zu aktivieren. Dies ist die einzige Statue Buddhas auf dem Pilgerweg die berührt werden darf, dies bringt sonst Unglück und muss ernst genommen werden. Die Zeremonie fühlte sich durchaus Befremdlich an, vor allem als einziger Nicht-Japaner unter ca. 40 Menschen, war aber eine sehr interessante und eindrückliche Erfahrung.

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Kommentare: 9
  • #1

    Astrid (Donnerstag, 23 Februar 2017 23:20)

    DIE KUNST DES REISEN IST NICHT DAS PLANEN, SONDERN DAS TUN!!!! Wünsche dir noch viele unvergessliche Augenblicke.Astrid

  • #2

    Siegi (Donnerstag, 23 Februar 2017 23:50)

    Wau Tolles Menü. Bekomme auch Appetit auf asiatisches. Aber bei solchen Essen bleibst du sicher bei Kräften. Und vielleicht noch eine tolle Massage und du bist fit für den nächsten Tag. Für deine nächste Etappe alles Gute.� SIEGI

  • #3

    traudl (Freitag, 24 Februar 2017 13:56)

    wir beide opa und Oma haben mit Freude und Interesse deinen bericht gelesen und das bild angeschaut danke
    das werden für dich bleibende eindrücke sein ich wünsche dir weiterhin schöne erlebnise weißt du dominik alles was
    die seele berührt kann eineml niemand nehmen darum nimm dir vielschönes mit opa und oma

  • #4

    Michelle (Freitag, 24 Februar 2017 18:57)

    Also i wünsch da no a ganz ganz schöane Reise hol da koa blosa an da füaß hahah� gaanz an schöana gruaß �

  • #5

    Mutti (Samstag, 25 Februar 2017 01:34)

    Bin ganz sprachlos ! Was du alles erlebst und wie erleichtert ,zu lesen ,das trotz allen Strapazen ,sehr viel schönes dabei ist. Finde deine Bilder toll und freue mich für DICH ! Wo immer du bist, wünsche ich dir weiterhin , viele schöne Begegnungen .

  • #6

    Siegi (Samstag, 25 Februar 2017 20:30)

    Heil Dominik. Heute haben wir vielleicht eins gemeinsam, mir tun die Füße weh vom schaffa und dir vielleicht vom laufen. Noch ereignisreiche Kilometer. Siegi

  • #7

    traudl (Sonntag, 26 Februar 2017 08:32)

    lieob grüoss vo andlschbuo gi Japan

  • #8

    geri (Sonntag, 26 Februar 2017 10:55)

    Hast sicher viel Spaß, Genieß die Reise den der Weg ist das Ziel �. Melde mich mal wieder

  • #9

    Margot (Sonntag, 26 Februar 2017 13:29)

    Hallo Dominik, schön deine reise zu lesen. Bin in Gedanken dabei. und wie Geri sagt der Weg ist das Ziel.
    gruß aus Andelsbuch